Nathalie Bissig *1981, wuchs im Kanton Uri auf und hat Wurzeln in der Romandie. Nach ihrer Ausbildung an verschiedenen Kunsthochschulen (Luzern, Lausanne, Zürich) erhielt sie 2004 das Diplom. Seither arbeitet sie als Fotografin und Bildende Künstlerin. Nathalie wohnt und arbeitet in Zürich, Uri und im Tessin.

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Kontakt:
Nathalie Bissig
Badenerstr. 18 8004 Zürich
078 611 08 62
bissig@bissig.cc

<Foto: Jürg Gasser>

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Aktuell
– Die Publikation “Kaum einer wird sich noch Erinnern, Uri damals, ein Epilog von Nathalie Bissig” erscheint am 4.5.2019. Vernissage am 5.5.2019, 14h, offfenes Atelier 25.+26.Mai 2019 in Flüelen.

– Die Arbeit “Dall’ Alto” vom 1.9.2019-5.1.2020 an der Ausstellung “Maske” im Aargauer Kunsthaus.


CV

Ausbildung
1998-1999, Vorkurs, Schule für Gestaltung Luzern
1999-2002, Grundstudium, Fachbereich Fotografie, écaL (école cantonale d’ art Lausanne)
2002-2004, Hauptstudium, Fotoklasse, ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste)
2004, Diplom Fachbereich Fotografie, ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste)

Einzelausstellungen
2019, Kaum einer wird sich noch erinnern, BIKA, Halle 6, Flüelen
2017, Invasion, Curtidos - Open Error Space, Barcelona
2015, cabinets, Historisches Museum Luzern
2014, erbeutet, Kunsthalle Forum Vebikus, Schaffhausen, in col. Annemarie Oechslin
2013, Wintersperre, Riedertal, in coll. Annemarie Oechslin
2012, Marooned, Galerie Helga Maria Bischoff, Berlin
2010, Caravan 1/2010, Aargauer Kunsthaus, Aarau

Gruppenausstellungen (Auswahl)
2018, The Inner Forest, Verzasca Foto Festival, Sonogno
2018, Anderswo,Vor Ort, Galerie 111, Zürich
2018, BBB, Büro Discount, Zürich
2015, Jahresausstellung Zentralschweizer Kunstschaffen, Kunstmuseum Luzern
2015, Inhabitations, Phantasmen des Körpers in der Gegenwartskunst, Aargauer Kunsthaus 2014, Finestre sul mondo, Verzasca Foto Festival, Sonogno
2013, Die Linie Denkt, akku, Emmenbrücke
2012, Faites comme chez vous, Kunsthalle Luzern
2012, Zentralschweizer Kunstschaffen
2012, Kunstmuseum Luzern
2011, Swiss Art Awards, Kiefer Hablitzel, Basel
2011, Interventionen, Historisches Museum, Altdorf    
2010, Lifelines, Kontor tief im Blut, Berlin
2010, Off the wall, Jinding1919, Kunming
2009, Zentralschweizer Kunstschaffen 2009, Kunstmuseum Luzern
2009, Jungkunst 09, City Halle, Winterthur
2009, Werk- und Atelierstipendien der Stadt Zürich, Helmhaus, Zürich
2008, 80.15, Binz39, Zürich 2008, Kopfstand, Galerie Widmer+Theodoridis, Zürich
2008, ewz.selection, Ewz Unterwek Selnau, Zürich
2008, Top of central Switzerland, Kunstmuseum Luzern 2007, Jahresausstellung, Haus für Kunst Uri, Altdorf
2007, Durchwegs, Ausstellungsprojekt von Arturi, Göschenen
2006, Freitag 13., station21, Zürich
2005, Zentralschweizer Jahresausstellung, Kunstmuseum Luzern
2005, unter der Schwelle...,Zeichengalerie Grenacher, Zürich
2004, Kritik und Protest laut und leise, Haus für Kunst Uri, Altdorf
2004, Diplomausstellung, HGKZ, Zürich

Auszeichnungen
2017, Projektbeitrag, Albert Koechlin Stiftung
2017, Förderbeitrag, UBS Kulturstiftung
2015, Urner Werkjahr, Heinrich Danioth Stiftung
2013, Projektbeitrag Kanton Zürich
2012, Projektbeitrag Albert Koechlin Stiftung
2010, Förderpreis, Heinrich Danioth Stiftung
2009, Atelierstipendium Kunming / China, Stadt Zürich
2008, Fotopreis der Kategorie Fine Arts, EWZ.Selection,
2007, Heinrich Danioth Stiftung, Förderpreis
2002, Heinrich Danioth Stiftung, Förderpreis

Aufenthalte (Auswahl)
2017, Barcelona, Curtidos - Open Error Space
2010, Kunming / China, Studiogrant City of Zürich
2014, Bangkok
2012, Marokko
2012, Uganda, Ruanda
2011, Kerala / Indien
2012, Bangkok
2012, Kambodscha
2010, Syrien
2008, Kairo
2008, Kuba
2006, Malawi

Vorlesungen und Workshops
2018, Verzasca Foto Festival
2017, Verzasca Foto Festival
2015, Aargauer Kunsthaus

Kollaborationen (Auswahl)
Albert Köchlin Stiftung, Avina Stiftung, Casinelli-Vogel-Stiftung, D2H Stiftung, Dätwyler Stiftung, Gemeinde Altdorf, Georges und Jenny Bloch Stiftung, Kanton Uri, Otto Gamma Stiftung, Kanton Zürich, S.Eustachius Stiftung

Werke in Öffentlichen Sammlungen
– Aargauer Kunsthaus
– Staatsarchiv Uri

Publikationen (Liste in Arbeit)
– 2019, Kaum einer wird sich noch erinnern. Uri damals, ein Epilog von Nathalie Bissig, hrsg. von Nathalie Bissig, ISBN: 978-3-033-07242-8

– 2016, Turbomagazine # 51, Nathalie Bissig, Masken, hrsg. von Adrien Horni, ISBN 1662-9582

– 2009, Swiss Photo Selection #10, Ausstellungskatalog hrsg. von 3view GmbH, ISBN 978-3-7965-2450-9

– 2007, Top of Central Switzerland, Ausstellungskatalog hrsg. von Kunstmuseum Luzern ISBN 978-3-267-00154-06


Texte

Madeleine Schuppli, Direktorin Aargauer Kunsthaus / Begleitheft zur Ausstellung  “Caravan 1/2010”

“Nathalie Bissig zeigt im Aargauer Kunsthaus eine Auswahl filigraner Zeichnungen, die Resultate eines intuitiven und spontanen Prozesses sind. Die Arbeiten auf Papier entstehen meist in Serien, in denen die Künstlerin ein Motiv oder ein Thema zeichnerisch auslotet, ja geradezu erforscht. Sie strebt nach einem unmittelbaren Ausdruck, nach einenm Automatismus in dem die Hand sozusagen losgelöst vom Kopf zeichnet. Bei eingehender Betrachtung entdeckt man in den verschiedenen Blättern einzelne, wiederkehrende Fragmente, ganz neu interpretiert. Es sind Gedankensplitter, Variationen einer Form, eines Gefühls odere einer Empfindung, die sie mit Tusche, Tinte, Ölfarbe oder Farbstift einfängt. (...) Mit wenigen Strichen erschafft die Künstlerin Figuren, Gesichter oder Körperfragmente, die im Blatt schweben, ohne Bodenhaftung, ohne Bezug zu einem definierten Raum oder Kontext. Die Ausdruckskraft der fragilen Bildkompositionen wird vom Fluss der ebenso feinen wie dynamischen Linien getragen. Die eigentümlichen surrealistisch - traumhaften Objekte und Figuren scheinen nicht von dieser Welt und doch sind sie der conditio humana so nah. (...)”

 

Brita Polzer,  Kunstkritikerin / Jurybericht Werk und Altelierstipendien der Stadt Zürich, 2009

“Nathalie Bissig fertigt auf ihren Reisen nach Kairo, Assuan oder Malawi Fotografien an. Zudem stellt sie Zeichnungsserien her. In der Installation bringt sie beides zusammen, wobei dokumentarische in den Hintergrund rücken zugunsten von bizarren Aspekten. Zwischen dem infernalischen Abgrund eines Hausschachts und der selbstsicheren Batman-Figur breitet sich ein in drei unterschiedlichen Zeichenblöcken präsentiertes Universum von clown-oder stehaufmännchenartigen Figuren aus, deren befremdliche Rituale und Verhaltensweisen nicht entschlüsselt werden können. Die Jury schätzt neben der intensiven Stimmung der erzählten Geschichte und der Qualität der Zeichnungen die ungewöhnliche Kombination der verschiedenen Medien und deren heterogene Präsentation.”

 

Christoph Lichtin, Direktor Historisches Museum Luzern / Agenda des Historischen Museums Luzern, 2014

“Mit dem Titelbild wollen wir Ihre Neugier wecken. Die Maske wurde von der Künstlerin Nathalie Bissig geschaffen und weist Merkmale auf, die uns zwar an allerlei Vorbilder erinnern, die aber aus keinem bekannten Kulturkreis stammen. Sie entspringt ganz unserer Zeit, die geprägt ist von mannigfaltiger Grenzverschiebungen.  Die Maske verkörpert exemplarisch die Verbindung von Kunst und Handwerk, Brauchtum und Gegenwart, Überlieferung und Wandel. Sie ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit unserer Welt, mit den Bedingungen und Ausdrucksformen menschlicher Existenz über alle Grenzen und Zeiten hinweg. Damit wirft die Künstlerin viele Fragen auf, die uns als Museum interessieren und die wir stets für unsere Täglich Arbeit beantworten müssen. Was hat Bedeutung? Wie zeigt sich das Verhältnis zwischen Individuum und Gruppe? Welchen Formen der Gestaltung, Wirkung und Wahrnehmung sehen wir uns heute ausgesetzt? Wie ist unsere Beziehung zum Gegenüber? Wie organisieren wir uns einzeln oder als Gemeinschaft? (...)”